Geschichte

Generation 4
Verwaltungsrat - 4. Generation

Die vierte Generation

2000 bis 2015

1997 trat der letzte Familienaktionär der Wartmann-Gruppe von einer operativen Tätigkeit zurück und die ursprüngliche Ausrichtung auf die Baubranche wurde von anderen Tätigkeiten abgelöst. Ab dem Jahr 2000 werden die Verwaltungsräte der Tochtergesellschaften durch externe Fachkräfte unterstützt. Im Jahr 2002 tritt der erste Vertreter der vierten Generation ein Verwaltungsratsmandat in der Wartmann-Gruppe an. Im Zuge des erneuten Generationenwechsels ging in den Folgejahren die Verantwortung für die Leitung des Familienunternehmens auf die vierte Generation über. Im Jahre 2010 übernimmt erstmals eine Vertreterin der vierten Generation das Präsidium der Wartmann Holding AG.

wartmann-verwaltungsrat-dritte-generation
Paul Ramseier, Thomas Wartmann, Urs Wartmann und Beat Wartmann

Die dritte Generation und der zweite Umbau

1971 bis 1999

Während den 1970er Jahren zeichnete sich in der schweizerischen Stahlbau- und Maschinenindustrie ein tiefgreifender Strukturwandel ab: Der Stahlbau litt unter der erstarkenden Konkurrenzfähigkeit von Beton, was zu einem ruinösen Preiszerfall führte. Rezessive Tendenzen beschleunigten diese Entwicklung, so dass die Aktionäre die Entscheidung zum Ausstieg aus der Stahlbaubranche fassten. In der Folge wurde die Beteiligung an der Zschokke Wartmann AG verkauft und der Stahlbau bei der Wartmann AG in Oberbipp aufgegeben. Nach fast 90 Jahren Tätigkeit der Wartmann-Gruppe in diesem Sektor war dies eine schwierige Entscheidung für alle Beteiligten. Im Zuge des Generationenwechsels wurde 1976 eine Holdingstruktur eingeführt, bei welcher alle Beteiligungen in der Wartmann Holding AG zusammengefasst wurden. 1977 sind die drei Söhne von Rudolf Wartmann (jun.) und Paul Ramseier im Verwaltungsrat vertreten und der Generationenwechsel zur dritten Generation vollzogen. Ab 1975 wurde der Ausbau des Immobilienbestandes vorangetrieben, welcher in der neu gegründeten Tochtergesellschaft Wartmann Immobilien AG ihren Niederschlag fand.

Werkhalle Bahnhof Brugg
Werkhalle Brugg aus der Luft

Erster Umbau

1951 bis 1970

Die räumlichen Verhältnisse des Betriebs wurden immer enger und notwendige Rationalisierungsmassnahmen problematischer. Im Hinblick auf den sich abzeichnenden Generationenwechsel in der Familie traten erste Nachkommen der dritten Generation verantwortungsvolle Kaderstellen an. Diese Umstände und die grösser wie auch komplexer werdenden Bauten in der Industrie gaben den Anlass, die Fabrikation in Brugg aufzugeben und das freiwerdende Areal zu verkaufen und zusammen mit der AG Conrad Zschokke die Zschokke Wartmann AG zu gründen. Die Fusion der beiden ehemaligen Konkurrenten verlief reibungslos. In der Folge wurden sinnvolle Investitionsalternativen gesucht. 1969 wird die Tanklager Oberbipp AG, ein Tanklager für die Lagerung von Heizöl und allen damit verbundenen Dienstleistungen, gegründet. Das Ende der 1960er Jahre war geprägt durch verschiedene Anpassungen der Strukturen in Brugg und Oberbipp.

Arbeitsbeginn
Arbeitsbeginn

Der Ausbau

1942 bis 1950

Erst die 40er Jahre brachten positive Veränderungen und der Ausbau begann: 1942 konnte ein neues Verwaltungsgebäude in Brugg bezogen und der Ausbau der Werkstätten u.a. für die Reparatur von kriegsversehrten französischen Güterwagen fertiggestellt werden. Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte die Gründung eines Tochterunternehmens, des Stahlschweisswerkes Wartmann AG. Getragen von einer ungebrochen guten Konjunktur entwickelt sich die Stahlbauunternehmung sowohl bezüglich technischer wie auch betrieblicher Kapazität hervorragend und stand bald an der Spitze ihrer Branche.

Inserat Wartmann, Vallette & Co., Brugg und Genf
Inserat Wartmann, Vallette & Co.

Die zweite Generation

1931 bis 1941

Nach dem Tod des Gründers wurden seine Söhne, Rudolf Wartmann (jun.) und Armin Wartmann, unbeschränkt haftende Gesellschafter und Mitglieder der Geschäftsleitung. Neu traten auch Bernhard Lauterburg und Paul Kühling als Teilhaber in die umbenannte Firma Wartmann & Cie. ein. Die junge Geschäfts­leitung wurde zunächst auf eine harte Probe gestellt. Die Wirtschafts­krise der 1930er Jahre bescherte Verluste und die Kriegs­mobil­machung 1939 lähmte den Geschäfts­betrieb, denn die Hälfte der Beleg­schaft musste einrücken und die Material­beschaffung von ausländischen Werken wurde unterbrochen.

Arbeiter vor Fabrik
Arbeiter vor Fabrik

Der Aufbau

1896 bis 1930

Der 22-jährige Rudolf Wartmann (sen.) beginnt als Mitarbeiter und Teilhaber in einer kleinen Stahlbau Werkstätte beim Bahnhof Brugg. Dieses Ereignis im Jahr 1896 gilt als Geburtsstunde der Familienunternehmung Wartmann. Denn bereits drei Jahre später übernahm er das Geschäft und verband sich mit seinem Freund A. E. Vallette. Die beschleunigte Elektrifikation der Bundesbahnen brachte den Stahlbaufirmen eine Menge interessanter Aufträge. Nach einer 30-jährigen Aufbauphase erreichten die beiden Pioniere 1929 den Zenit ihres wirtschaftlichen Erfolges – die Firma wuchs zur drittgrössten Stahlbaufirma der Schweiz heran. Auch Krisenzeiten während des Ersten Weltkriegs und Schwankungen bei den Eisenpreisen vermochte das Unternehmen zu überwinden. Jedoch starb Rudolf Wartmann (sen.) 1930, ohne seine Nachkommen in das Geschäft eingeführt zu haben und der Teilhaber Vallette schied aus dem Unternehmen aus. Das Unternehmen geriet wegen gewährter Bürgschaften sowie zeitweise schlechtem Geschäftsgang unter finanziellen Druck..